Programm

Dienstag, 5. Juni 2018

09:30 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Fachausstellung
10:00 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer
10:05 Uhr
Eröffnungs-Keynote:
Der Systemkonstrukteur als Problemlöser im Mittelpunkt der agilen Produktentwicklung mehr
Trends wie die Digitalisierung und die Individualisierung führen zu einer steigenden Dynamik im Umfeld der Produktentwicklung. Unternehmen begegnen dieser Dynamik und den mit ihr Verbundenen Unsicherheiten zunehmend mit agilen Ansätzen, um flexibel auf die aktuellen Bedingungen im Prozess der Produktentstehung reagieren zu können. Der Ansatz des ASD – Agile Systems Design verknüpft die Vorteile agiler Entwicklung mit dem Wissen aus Vorgängergenerationen im Sinne der PGE – Produktgenerationsentwicklung. Hierbei muss der Konstrukteur noch stärker systemisch denken und interdisziplinär agieren, denn die Produktentwicklung ist als Problemlösungsprozess zu verstehen, in dem ein gewünschter Zustand erreicht werden soll. ASD unterstützt den kreativen Problemlöser hierbei, der, wie bereits Redtenbacher festgestellt hat, als künstlerischer Gestalter unter dem Einsatz seiner Geistestätigkeiten der Kern des kreativen Schaffens und damit der Produktentwicklung ist. Im Vortrag werden die beschriebenen Ansätze wissenschaftlich erläutert und an Praxisbeispielen der Firma TRUMPF GmbH + Co. KG anschaulich dargestellt. So wird gezeigt, wie sich aus der gemein-samen Zusammenarbeit an den Schnittstellen beider Bereiche erhebliche Potentiale nutzen lassen.
Referent: Univ.- Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Albert Albers | IPEK am KIT

Vorstandsmitglied der wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktentwicklung WiGeP und Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Seit 2008 ist er Präsident des Allgemeinen Fakultätentages (AFT e. V.). Darüber hinaus engagiert Prof. Albers sich im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und ist in Beiräten mehrerer Unternehmen tätig. Im Jahre 2016 wurde ihm und dem IPEK-Team der Honorary Award der Schaeffler FAG Stiftung für exzellente Leistungen und Kompetenzen in Wissenschaft, Forschung und Lehre auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet verliehen.

Referent: Dr.-Ing. Nikola Bursac  | TRUMPF GmbH + Co. KG

TRUMPF GmbH + Co. KG

10:35 Uhr
Smarte Produkte erfolgreich im Maschinen- und Anlagenbau entwickeln - digital! mehr
Der Wandel zu intelligenten Systemen benötigt grundlegende Veränderungen in der Art, wie wir entwickeln und zusammenarbeiten. Vom CAD über die modellbasierte Entwicklung hin zu einem Ansatz, der ganzheitlich alle Aspekte ins Kalkül zieht: Systems Engineering ist ein Ansatz, der Produkt, Projekt und Organisation ganzheitlich betrachtet und durch die Digitalisierung seine vollen Potentiale entlang des gesamten Lebenszyklus abrufen kann. Dazu bedarf es aber einiger Anstrengungen und Stolpersteine, die Entwicklern von vornherein bekannt sein sollten. Anhand unterschiedlicher Anwenderbespiele werden mögliche Wege in das Digital Engineering auf Basis von Systems Engineering aufgezeigt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Systems Engineering als Erfolgsfaktor einsetzen
  • Digitalisierung der Zusammenarbeit im Engineering
  • Good Practices
Referent: Dr. Christian Tschirner | Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM

Dr.-Ing. Christian Tschirner studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen und Maschinenbau an der Tsinghua University. Nach seinem Studium war er zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Produktentstehung am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, wo er durch Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gausemeier und Prof. Dr.-Ing. Reiner Anderl promoviert wurde. Seit 2013 ist Dr. Tschirner Mitarbeiter des Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik (Fraunhofer IEM), zuletzt als Abteilungsleiter Digital Engineering and Collaboration. Die Schwerpunkte der Abteilung liegen insb. auf der Integration von SE in Unternehmen und der Industrialisierung von Model-Based Systems Engineering (MBSE) zur möglichst vollständig digitalisierten Zusammenarbeit in der Produktentstehung. Das geht einher mit der korrespondierenden Organisations- und Prozessgestaltung. insb. zur Steigerung der Zusammenarbeitsqualität in interdisziplinären Entwicklungsnetzwerken - auch unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Neben seiner Aufgabe bei Fraunhofer ist Christian Tschirner stellvertretender Vorsitzender des German Chapter of INCOSE „Gesellschaft für Systems Engineering“ (GfSE).

11:05 Uhr
Produktsimulation im Mittelstand: Entwicklungszyklen verkürzen & Quallität steigern anhand von Praxisbeispielen mehr
Wagner Fahrzeugteile als schneller und flexibler Entwicklungspartner aller namhafter Automobilhersteller in Europa hatte schon länger den Wunsch, durch Simulation sowohl die Entwicklungszeiten zu verkürzen als auch die Produkte funktionell zu optimieren.
Gerade im Mittelstand ist es wichtig, diesen Schritt mit der bestehenden Mannschaft gehen zu können. In CADFEM und Discovery AIM fand Wagner den geeigneten Partner und eine Software, die den Anforderungen hinsichtlich Bedienbarkeit und Anwendungsbreite gerecht wird. Im Rahmen des Vortrags werfen wir einen Blick auf aktuelle Entwicklungen an einem Steuerventil für Ölspritzdüsen und reden über die erfolgreiche Entwicklung eines neuen Ventils anhand spezieller Kundenwünsche in kurzer Zeit.  Wir skizzieren, wie durch ingenieurmäßige Herangehensweise selbst die Optimierung einer komplexen Aufgabe zur Homogenisierung des Austrittsstrahls gelingt. Schließlich betrachten wir noch, wie heute Simulationstechnologie tatsächlich in allen Phasen der Entwicklung also auch in der Konzeptphase eingesetzt wird. Hier gelten besondere Ansprüche bezüglich Anzahl der möglichen Varianten pro Zeit.

Referent: Manuel Reinhard | Wagner Fahrzeugteile GmbH & Co. KG

2001 – 2004 Ausbildung zum Werkzeugmacher (Fa. Wagner)

2005 – 2007 Weiterbildung zum Techniker allg. Maschinenbau

2007 – 2014 Projektmanager (Fa. Wagner)

2010 – 2014 Fernstudium Maschinenbau (AKAD University)

2016 – 2018 Berufsbegleitendes Studium Product Development and Manufacturing mit dem Abschluss „Master of Engineering“ (HSRM)

2014 – heute Entwicklungsingenieur (Fa. Wagner)

Referent: Marc Vidal | Cadfem GmbH

- Ursprünglich Bauingenieur
- Seit 15 Jahren bei CADFEM
- davon 9 Jahre Support und Seminar mit Schwerpunkt Strukturmechanik
- 6 Jahre Account Manager u.a. für Siemens
- jetzt Business Development für die konstruktionsbegleitende Simulation mit ANSYS AIM

11:35 Uhr
Spotlight Session – Kurzvorstellung der Produkte und/oder Dienstleistungen auf der Ausstellung
11:55 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause

Forum 1: Digital Engineering I

12:25 Uhr

Forum 1: Digital Engineering I

12:25 Uhr: Künstliche Intelligenz in der Konstruktion – Topologieoptimierung im CAD-System mehr
In der Entwicklung innovativer Leichtbaukonstruktionen eröffnen sich neue Wege: Ein intelligenter Algorithmus ermittelt in SOLIDWORKS 2018 die optimale Topologie, sowohl für subtraktive als auch additive Fertigungsverfahren. So erhält der Konstrukteur basierend auf seinen Anforderungen bereits am Anfang der Produktentwicklung Vorschläge zur Nutzung des vorhandenen Bauraums, was die aufwendige Suche nach der besten Variante deutlich vereinfacht. Zur weiteren Detaillierung sowie zur Absicherung im Hinblick auf Funktion und Fertigbarkeit des Konzepts stehen dem Konstrukteur außerdem integrierte Werkzeuge zur Verfügung, was den durchgängigen Produktentwicklungsprozess in SOLIDWORKS unterstreicht.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Mit dem besten Konzept starten dank Topologieoptimierung
  • Reduktion von Entwicklungszeit und -kosten durch konstruktionsbegleitende Simulation
  • Durchgängige Produktentwicklung in SOLIDWORKS
Referent: Jürgen Haberger | Dassault Systemes Deutschland GmbH

Herr Jürgen Haberger absolvierte sein Studium zum Dipl.-Ing. (FH) Maschinenbau mit Schwerpunkt Leichtbau an der Fachhochschule Landshut. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als Berechnungsingenieur im Bereich Festigkeit/Cabrio-Dachsysteme beim Automobilzulieferer IVM Automotive München erfolgte 2007 der Wechsel zur Dassault Systems SolidWorks Corp., wo Herr Haberger von 2007 bis 2013 für den Bereich PreSales des SolidWorks Simulations-Portfolios verantwortlich war. Inhaltliche Schwerpunkte waren hierbei konstruktionsbegleitende Struktur-, Strömungs-, Spritzguss- sowie Mehrkörpersimulationen für Kunden und Interessenten in Zentraleuropa. Seit 2014 verantwortet Herr Haberger als Territory Sales Manager Simulation Products bei der Dassault Systemes Deutschland GmbH die Themen Vertrieb und Business Development im SOLIDWORKS-Umfeld.

12:55 Uhr: Simulation auch für Nicht-Experten: Echtzeit-Feedback auf "Was-wäre-wenn"-Fragen in der Produktvorentwicklung mehr
Geht das überhaupt?“ „So, so - oder vielleicht doch so?“ „Was wäre wenn …?“ „Können wir das nicht auch ganz anders machen?“ Produktentstehungsprozesse beginnen immer mit vielen Fragen und leidenschaftlichen Diskussionen im Projektteam. Denn innerhalb eines Anforderungskatalogs müssen aus vielen Ideen und Möglichkeiten die richtigen Entscheidungen getroffen werden, um das Konzept für ein neues Produkt auf den Weg zu bringen. Selten steht dabei genügend Zeit zur Verfügung. Eine neue Technologie eröffnet jetzt neue Möglichkeiten für die Vorentwicklung: Discovery Live nutzt das Prinzip der rechnerischen Simulation – ist aber ohne das Know-how eines Simulationsexperten einsetzbar. Praktisch in Echtzeit liefert sie aussagekräftige Informationen über die physikalischen Auswirkungen, wenn ein Produkt oder ein Designelement geändert oder auch ganz anders gestaltet wird. 
Referent: Marc Vidal | Cadfem GmbH

- Ursprünglich Bauingenieur
- Seit 15 Jahren bei CADFEM
- davon 9 Jahre Support und Seminar mit Schwerpunkt Strukturmechanik
- 6 Jahre Account Manager u.a. für Siemens
- jetzt Business Development für die konstruktionsbegleitende Simulation mit ANSYS AIM

13:25 Uhr: Wie gelingt es mit Virtual Prototyping, die Effizienz im Steuerungs- und Schaltanlagenbau zu steigern? mehr
Wie lassen sich Prozesse im Steuerungs- und Schaltanlagenbau beschleunigen, Gewinnspannen erhöhen, Personalkosten senken und Lieferzeiten verringern?
Ein entscheidender Lösungsansatz für diese alltäglichen Herausforderungen ist eine ganzheitliche Optimierung der Wertschöpfungsprozesse durch Virtual Prototyping.
Dass sich Virtual Prototyping lohnt, wird anhand einer Fallstudie dargestellt.
Danach lässt sich ein Schaltschrank, der auf herkömmliche Weise in 58 Stunden aufgebaut wird, bei Einsatz von Virtual Prototyping in nur 34 Stunden und weniger fertigstellen. Zeitintensive Fertigungsprozesse wie die Konfektionierung von Verdrahtungsleistungen, die Betriebsmittelbeschriftung, der Klemmleistenaufbau, die mechanische Bearbeitung oder die Verdrahtung lassen sich auf Basis eines virtuellen Prototypen, bei dem alle notwendigen Fertigungsdaten hinterlegt sind, deutlich reduzieren. Ein 3D-Prototyp ermöglicht, Fertigungsdokumente und Fertigungsdaten automatisiert zu erstellen und durchgängig zu ändern – auch „in letzter Minute“.

Referent: Dietmar Gräbner  | EPLAN Software & Service

Herr Dietmar Gräbner, Senior Consultant bei EPLAN Software & Service in Stuttgart arbeitet nach seinem Meister in Elektrotechnik zunächst 20 Jahre bei der Siemens AG in Stuttgart. Seit nunmehr 19 Jahren ist Dietmar Gräbner bei EPLAN beschäftigt und für die Einführung von Engineering Systemen zur Prozessoptimierung in der Elektro- und Fluidkonstruktion sowie die Standardisierung, Modularisierung und Automatisieren von Kundenanforderungen zuständig.

Referent: Matthias Schüler | Rittal GmbH & Co. KG

Herr Matthias Schüler absolvierte nach seiner Berufsausbildung zum Werkzeugmacher ein Studium der Fachrichtung Maschinenbau zum Dipl.-Ing (FH) Maschinenbau sowie ein Masterstudium zur Betriebswirtschaft. Ab 2004 bis 2009 war Herr Schüler Konstruktionsleiter bei Rittal GmbH & Co.KG und von 2009 bis 2017 leitete er den Bereich System Consulting. Seit Oktober 2017 ist Herr Schüler Verantwortlicher für die Abteilung Value Chain.

Forum 2: Entwicklungsmethoden

12:25 Uhr

Forum 2: Entwicklungsmethoden

12:25 Uhr: Agile Methoden in der Hardware-Entwicklung: Veränderung unserer etablierten Entwicklungsprozesse in den Zeiten der Digitalisierung mehr
Als Antwort auf schnell veränderliche Rahmenbedingungen werden agile Methoden zum festen Bestandteil heutiger Projektmethoden und haben sich schon weit über den Bereich der Software-Entwicklung hinaus etabliert. Die Geschwindigkeit des technischen Fortschritts verändert Rahmenbedingungen und Anforderungen in der Produktentwicklung in einem bisher ungekannten Tempo. Empirische Studien zeigen uns, dass agile Methoden neue Einsatzfelder erobern, warum sie zur Anwendung kommen und welcher Nutzen ihnen zugerechnet wird. Wer diesen Nutzen im eigenen Umfeld realisieren will, sollte verstehen, wo sie die größte Wirkung entfalten und welche Erfolgsfaktoren zu beachten sind. Doch der Weg von der Erkenntnis, dass etablierte Entwicklungsprozesse eine Veränderung erfahren müssen, bis zu einer agilen Organisation ist ein längerer Prozess des Umdenkens und der Verhaltensänderung. Projektbeispiele zeigen, wie die ersten Schritte aussehen können, und wie agile Entwicklungsorganisationen gestaltet werden können.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Agile Methoden spielen auch in der Hardware-Entwicklung eine zunehmend starke Rolle
  • Erfolgsfaktoren und Hindernisse beim Einsatz agiler Methoden
  • Wege zur Nutzung agiler Methoden
Referent: Claus-Peter Koch | Heupel

Claus-Peter Koch ist Unternehmensberater mit starker Praxiserfahrung. Neben 10 Jahren in Organisations- und IT-Beratung hat er weitere 10 Jahre im Management namhafter Schweizer Unternehmen der Telekommunikation und Energieversorgung strategische Veränderungen vorangetrieben und umgesetzt. Die besondere Expertise von Herrn Koch liegt in den Bereichen Projekt- und Prozessmanagement, agile Methoden und IT-Management. Er studierte Maschinenbau und Betriebswirtschaftslehre an der Rheinisch Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen. Optimierung von Organisationen und Lösungen sowie deren Ausrichtung auf den Kundennutzen ziehen sich als roter Faden durch seine berufliche Laufbahn. Als Geschäftsführer der Heupel Consultants Schweiz berät Herr Koch Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen bei der Produktentwicklung und dem Aufbau agiler Methoden und Fähigkeiten.

12:55 Uhr: Toolgestütztes Entwickeln im mittelständischen Maschinen- und Anlagenbau am Beispiel iQuavis mehr
Die modellbasierte Planung und Spezifikation von Systemen wird im mittelständischen Maschinen- und Anlagenbau immer verbreiteter. Die Software iQuavis ermöglicht einen skalierbaren Ansatz zur Beschreibung des zu entwickelnden Systems und des zugehörigen Projektmanagements. Die Firma ELHA, ein Spezialist für Werkzeugmaschinen, hat gemeinsam mit dem Fraunhofer IEM die Software in unterschiedlichen Projekten eingesetzt und bewertet. Im vorliegenden Beitrag wird der Nutzen des Ansatzes in der Kommunikation mit Entwicklerteam und Kunden sowie dem Übergang in weitere Methoden, insb. FMEA präsentiert.
Referent: Christian Bremer | Fraunhofer IEM

Christian Bremer studierte an der Universität Paderborn Maschinenbau und ist seit 2013 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IEM in Paderborn. Dort arbeitet er im Bereich Produktentstehung bei Prof. Dumitrescu. Er beschäftigt sich insbesondere mit dem Engineering Ansatz des Model-Based Systems Engineering. Fokus seiner Forschung sind dabei Modellierungssprachen und Werkzeugunterstützung. In unterschiedlichen Industrieprojekten unterstützt er Unternehmen außerdem bei der Einführung von dedizierten Anpassung von MBSE.

13:25 Uhr: Die Rolle der Simulation auf dem Weg zur prädiktiven Wartung mit dem digitalen Zwilling mehr
Der Digitale Zwilling ist ein digitales Abbild eines individuellen Produktes, das sein physisches Pendant sein Leben lang begleitet. Sobald ein Produkt entsteht, produziert und montiert wird und in Betrieb geht, durchlebt es eine eigene Historie, in der seine Eigenschaften individuell beeinflusst werden. Alle Kennwerte, die aus der Produktentwicklung und der Produktion vorliegen, unterliegen ab dem Moment der Produktion einer stetig wachsenden statistischen Streuung und können den tatsächlichen Produktzustand mit der Zeit nicht mehr realitätsnah widerspiegeln. Der Vortrag zeigt, wie für ein Relais ein Digitaler Zwilling auch für funktional sichere Anwendungen erstellt wurde, um den einsatzabhängigen Verschleiß zu beobachten und eine Prognose der verbleibenden Restlebensdauer über virtuelle Sensoren realisieren wurde.
Referent: Dr. Stefan Benk | Phoenix Contact

Dr. Stefan Benk studierte von 1985 bis 1988 Elektrotechnik, Fachrichtung Nachrichtentechnik, an der privaten Fachhochschule der deutschen Bundespost in Dieburg und danach 1989 bis 1994 Elektrotechnik an der Ruhr-Universität Bochum. Von 1994 bis 2005 war er an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik in Forschung und Lehre tätig, ab 1999 als Oberingenieur.
Von 2005 bis 2008 war Herr Benk „Consultant“ in die Automotive-Branche als Projektleiter wie auch Architekt für Steuergeräte von Automobilen mit „sicherheitsgerichteten Anforderungen“ tätig.
Seit 2008 ist er bei Phoenix Contact Electronics GmbH in der Abteilung „Safety“. Sein Tätigkeitsbereich umfasst u.a. die Entwicklung, Leitung und das „Management der Funktionalen Sicherheit“ von einfachen Schaltgeräten bis zu komplexen vernetzten Steuerungen für den Maschinen- und Anlagenbau, sowie die Prozesstechnik. Des Weiteren ist Herr Benk bei Phoenix Contact Fachreferent für die „funktionale Sicherheitr“.
Nebenberuflich ist Herr Benk seit 2014 an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe im Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik als Lehrbeauftragter tätig.

Referent: Christof Gebhardt | CADFEM GmbH

Jahrgang: 1967

1988-1992: Studium Maschinenbau FH Ulm

1992: Wissenschaftlicher Mitarbeiter FH Ulm, CAD/CAM

1992-1996: Berechnungsingenieur Siemens AG, Zentrale Berechnung Optimierung von unterschiedlichsten Komponenten vom Mikrochip bis zur Lokomotive mithilfe der FEM bzgl. Steifigkeit, Festigkeit, Schwingungsverhalten, Kühlung, Herstellbarkeit mit Ansys, Marc, LS-Dyna, Moldflow

seit 1996: Support- und Vertriebsingenieur CADFEM GmbH Durchführung von Schulungen für Berechnungsingenieure und Konstrukteure Support für Ansys Unterstützung beim Aufbau der konstruktionsbegleitenden Berechnung bei Großkunden und KMU Unterstützung von Kunden bei der Umsetzung von High-End-Simulationsaufgaben in Automobil-, Elektrotechnik-, Maschinenbau-Anwendungen

seit 2012: Business Development Manager CADFEM GmbH Identifikation und Entwicklung neuer Aufgabenstellungen in der simulationsgestützten Produktentwicklung zur Optimierung von Produkten und Produktionsprozessen in den Bereichen Mechanik, Strömungsmechanik, Elektronik, Mechatronik

13:55 Uhr
Mittagspause und Besuch der Ausstellung
14:55 Uhr
Vernetzung in der intelligenten Produktion der Zukunft mehr
Standards wie OPC UA sind heute in aller Munde. Die Bedeutung des Informationsaustauschs und der damit einhergehenden Vernetzung und Kommunikation nimmt mit der fortschreitenden Digitalisierung mehr und mehr zu. Doch wieviel muss jede einzelne Komponente und jede Maschine „können“, um für die intelligente Produktion der Zukunft gerüstet zu sein? Wie gehe ich mit bestehenden Maschinen und Anlagen um? Wo werden Informationen verarbeitet und wie sicher ist das?
Eine allgemeingültige Antwort auf diese Fragen gibt es sicher nicht, dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, um der Herausforderung zu begegnen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Vernetzung
  • Interoperabilität
  • OPC UA
Referent: Dr. Miriam Schleipen | Fachbuchautorin

Dr.-Ing. Miriam Schleipen studierte Informatik an der Universität Karlsruhe (TH) (heute: Karlsruher Institut für Technologie - KIT) und promovierte zum Thema "Adaptivität und semantische Interoperabilität für Manufacturing Execution Systeme (MES)". Von 2005 bis 2017 war sie am Fraunhofer IOSB, ab 2009 in leitender Position, ab 2016 als leitende Wissenschaftlerin "Industrie 4.0 und Interoperabilität". Seit 2017 ist sie als SW-Architektin bei der Siemens AG in der DF FA TIP (Digital Factory - Factory Automation - Technology & Innovation Platforms) tätig. Sie leitet die Arbeitsgruppe "Begriffe Industrie 4.0" im VDI GMA Fachausschuss 7.21 und die gemeinsame Arbeitsgruppe der OPC Foundation und des AutomationML e.V. und ist mit mehr als 90 Fachveröffentlichungen, sowie als aktives Mitglied der nationalen und internationalen Standardisierung anerkannte Expertin rund um Themen der Interoperabilität.

Forum 3: Digital Engineering II

15:25 Uhr

Forum 3: Digital Engineering II

15:25 Uhr: Virtuelle Inbetriebnahme zur Schulungsunterstützung – ein Praxisbeispiel mehr
Eine immer höhere Innovationsgeschwindigkeit bringt in immer kürzeren Zyklen neue Produktversionen hervor. Auch führt die Digitalisierung zu immer komplexeren Systemen. Neben höheren Herausforderungen in der Planung und dem Entwurf von Maschinen erhöht sich der Anspruch an verschiedene Gruppen bei den Maschinenbauern und Endkunden. Virtuelle Modelle als voll funktionsfähige Abbilder der realen Maschine können u. a. helfen, im Vertrieb Produktvorteile plastisch darzulegen sowie im Support Fehlerzustände ohne Eingriff in die reale Anlage nachzustellen. Bedienern wird eine Trainingsumgebung angeboten, die eine risikofreie, frühzeitige Einweisung in die Maschine ermöglicht und das Wartungspersonal kann parallel zum Betrieb der Maschine Wartungseingriffe nachstellen. Der Vortrag zeigt an einem realen Praxisbeispiel die Vorteile, Möglichkeiten und Grenzen der virtuellen Inbetriebnahme auf.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Wie ein Automatisierungssystem effizient geplant werden kann.
  • Welche Vorteile virtuelle Inbetriebnahme bietet (Zeitersparnis, Risikoreduzierung, erhöhte Produktivität).
  • Wie die Kunden Kompetenz bei der virtuellen Inbetriebnahme erwerben.

Referent: Armin Wallnöfer | ABB Automation Products GmbH

Armin Wallnöfer (40) ist Master of Science in Informatik und Diplom-Ingenieur im Maschinenbau. Er startete seine Karriere bei ABB im September 2008 als Wissenschaftler im Bereich Automation Engineering im Forschungszentrum in Ladenburg. Ab Februar 2015 war er Produktmanager Automation Software im Bereich Drives Digital in Heidelberg und war konzernweit mit dem Produktmanagement des Automation Builder, des integrierten Engineering-Tools von ABB für SPSen, Bedienpanels und Frequenzumrichter, betraut. Zum 1. August 2017 wurde er zum Digital Leader für die lokalen Geschäftsbereiche Drives sowie Motors & Generators ernannt. Eine zentrale Aufgabe von ihm besteht darin, das Portfolio des digitalen Angebots ABB AbilityTM weiterzuentwickeln und den digitalen Wandel mitzugestalten. Dazu gehört auch die Entwicklung von passenden Geschäftsmodellen und -prozessen.

15:55 Uhr: Digital unterstützte Engineering-Prozesse aus Sicht eines Komponentenherstellers mehr
Innerhalb seines Standardprogramms erschließt der Kompetenzführer für Greifsysteme und Spanntechnik SCHUNK systematisch die Digitalisierungspotenziale der Produktion – vom Konzept und der Auslegung einzelner Komponenten bis zur Wartung und Langzeitanalyse. Mit den Tools können Anwender ihre Planungs-, Inbetriebnahme-, Wartungs- und Stillstandzeiten erheblich reduzieren. Schon heute reicht das Spektrum von einem auf der eCATALOGsolutions Technologie von CADENAS basierenden SCHUNK Online-Konfigurator über den Finger-Designer SCHUNK eGRIP bis zum Online-Inbetriebnahme-Assistenten. Mit diesem lässt sich beispielsweise der weltweit erste in der höchsten Kategorie C zertifizierte PROFINET-Universalgreifer SCHUNK EGL schnell und einfach in Anlagen integrieren. Der hochperformante Greifer gilt als Flaggschiff bei der Digitalisierung von Handhabungslösungen und bahnt den Weg zum cloudbasierten Real-Time-Process und Part Monitoring. Digitaler Zwilling wird zum Standard Damit nicht genug: Mithilfe des Mechatronics Concept Designers von Siemens PLM Software und den digitalen Zwillingen von SCHUNK können Konstrukteure und Anlagenplaner komplette Montageanlagen im dreidimensionalen Raum simulieren und den gesamten Engineering-Prozess vom Konzept über Mechanik, Elektrik und Software bis hin zur Inbetriebnahme virtuell abbilden. Der digitale Zwilling umfasst ein CAD-Volumenmodell mit allen geometrischen Daten zur Modellierung in Siemens NX, ECAD-Daten (EPLAN) sowie ein kinematisches Verhaltensmodell, in dem der Hub, die Aus- und Einfahrgeschwindigkeit, die Beschleunigung, der Ruck, die Nennkraft und die Masse hinterlegt sind. In Kürze werden auch SPS-Bausteine zur virtuellen Inbetriebnahme (Software/Hardware in the Loop) enthalten sein. Ziel ist es, den kompletten Engineering-Prozess vom Konzept über Mechanik, Elektrik und Software bis hin zur virtuellen Inbetriebnahme parallel abzubilden.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Welche Potentiale des digitalen Engineering aus Sicht eines Komponentenherstellers möglich sind
  • Mit welchen Tools Anwender ihre Planungs- und Inbetriebnahmezeiten erheblich reduzieren können

Referent: Marcel Nagel  | SCHUNK GmbH & Co. KG

2002 – 2004: SCHUNK GmbH & Co. KG, Entwicklungsingenieur mechanische Produktentwicklung,
Bereich: Entwicklung Automation

2004 – 2006: SCHUNK GmbH & Co. KG, Projektleiter in der mechanischen Produktentwicklung,
Bereich: Entwicklung Automation

2006 – 2008: SCHUNK GmbH & Co. KG, Teamleiter im Bereich der mechanischen Produktentwicklung,
Bereich: Entwicklung Automation

2008 – 2011: SCHUNK GmbH & Co. KG, Produktmanager Automatisierungskomponenten,
Bereich: Produkt- und Portfoliomanagement

2011 – 2013: SCHUNK GmbH & Co. KG, Leitung Produktmanagement Geschäftsbereich Greifsysteme,
Bereich: Produkt- und Portfoliomanagement

2013 – 2017: SCHUNK GmbH & Co. KG, Leitung Zentrales Produkt- und Portfoliomanagement

Seit 2017: SCHUNK GmbH & Co. KG, Head of Product & Portfolio Management for digital Products & product-related Services

16:25 Uhr: Interaktive Konfiguratoren: Der kurze Weg zur richtigen Maschinenkomponente mehr
Konfiguratoren werden als Instrument zur Unterstützung der Konstruktion im Maschinenbau immer wichtiger. Das ist so, weil sie ein Problem lösen: Sie erleichtern es den Konstrukteuren, mit dem hohen Tempo schrittzuhalten, in dem neue Designs und konstruktive Lösungen von ihnen gefordert werden. Sind Konfiguratoren gut gemacht, können die Anwender sichergehen, dass alle gewählten Komponenten zueinander passen. Der Vortrag beschreibt die Vorteile, die Konfiguratoren für B2B-Beziehungen bieten, am Beispiel des Han® Konfigurators für Industriesteckverbinder. Dieses Werkzeug bietet Einstiegsmöglichkeiten über den Assistenz- oder den Expertenmodus. Im günstigen Fall führen bereits drei Angaben zu technischen Anforderungen zu einer passenden Konfiguration. Einzigartig im Steckverbinder-Markt ist zudem die den Auswahlprozess begleitende interaktive Visualisierung sowie die Option, eine vollständige Dokumentation der gefundenen Lösung herunterzuladen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Wie nutze ich moderne Konfiguratoren im Entwicklungsprozess
  • Welche Vorteile bieten sich im kollaborativen Arbeitsumfeld
Referent: Andreas Wedel | HARTING Electric GmbH & Co. KG

Andreas Wedel ist Master of Business Administration und Diplom Ingenieur für Produktentwicklung. 2007 begann er seine berufliche Laufbahn im Produktmanagement für Sicherheitskomponenten. Seit Februar 2013 arbeitet Andreas Wedel für die HARTING Electric GmbH & Co. KG. Dort leitet er das Technical Competence Center und ist somit verantwortlich u.a. für das Han Portfolio, das Produktmarketing und den Servicebereich.

Forum 4: Moderne Antriebskonzepte

15:25 Uhr

Forum 4: Moderne Antriebskonzepte

15:25 Uhr: Flexible Antriebstechnik für die Fertigung individueller Produkte mehr
ACOPOStrak revolutioniert die Flexibilität von Maschinen und Anlagen. Das flexible Transportsystem ermöglicht die wirtschaftliche Symbiose von Losgröße 1 und Massenfertigung. Produkte und Produktbestandteile werden auf einzelnen Shuttles schnell und flexibel durch Ihre Maschine oder Anlage von Bearbeitungsstation zu Bearbeitungsstation transportiert.
ACOPOStrak ist die nächste Evolutionsstufe der intelligenten, flexiblen Transportsysteme. Die einzigartige Systemkonzeption des Transportsystems ermöglicht entscheidende Technologievorteile zur Flexibilisierung und Digitalisierung Ihrer Fertigung. Mit ACOPOStrak können Sie kleine Losgrößen wirtschaftlich fertigen und so von den höheren Margen individualisierter Produkte profitieren. Der Vortrag zeigt Ihnen, wie Maschinenbauer in die Lage versetzt werden, neue Wege bei der Konzeptionierung ihrer Maschinen zu gehen. Anhand von Applikationsbeispielen werden die Freiheitsgrade aufgezeigt, die ACOPOStrak bietet, die adaptive Maschine zu entwerfen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Wie adaptive Maschinen mit neuartigem Transportsystem realisiert werden können
  • Wie Konsumentenwünsche in der Massenproduktion realisiert werden können
  • Gedankenanstöße, welche Freiheitsgrade Maschinenbauer zukünftig bei der Konstruktion neuer Maschinen haben.
Referent: Markus Sandhöfner | B&R Industrie-Elektronik GmbH

Nach dem Studium zum Diplomingenieur für Maschinenbau an der TU Karlsruhe und betriebswirtschaftlichen Aufbaustudien in Pforzheim und Sheffield (Großbritannien), war Markus Sandhöfner als Großkundenbetreuer, Produkt- und Branchenmanager in der elektromechanischen Antriebstechnik tätig. Seit 2001 ist Markus Sandhöfner im Unternehmen B&R Industrial Automation tätig. Von 2002 an war er in den USA über 5 Jahre verantwortlich für den Ausbau und den Vertrieb der B&R US-Tochtergesellschaft in Atlanta, GA. Vom Stammhaus in Eggelsberg (Österreich) aus übernahm er 2008 als International Sales Manager Aufgaben im Bereich internationalem Vertrieb. 2009 wurde Markus Sandhöfner als Mitglied der Geschäftsleitung in Deutschland mit Aufgaben der Strategischen Geschäftsentwicklung betraut.

15:55 Uhr: Intelligente Antriebe als Schlüssel zu flexibler Funktionsverteilung modularer Maschinenkonzepte mehr
Getrieben durch den Trend nach mehr und mehr Individualisierung und befeuert durch immer mehr Möglichkeiten, die uns das ungebrochene Moore’sche Gesetz erlaubt, nimmt die Komplexität von Maschinen und Anlagen immer weiter zu, um damit ein Höchstmaß an Flexibilität zu erreichen. Allerdings führt dies zu einer Steigerung des Engineering Aufwand, gerade auch im Bereich der Software. Gleichzeitig führt aber der demographische Wandel zu einem Mangel an Fachkräften, der in den nächsten Jahren immer mehr Brisanz erhalten wird. Mehr und mehr Aufwand bei weniger und weniger Ressourcen führt naturgemäß zur Notwendigkeit einer drastischen Erhöhung der Effizienz des Engineering-Prozesses. Das wirksamste Mittel der Effizienzsteigerung heißt Standardisierung und Wiederverwendung.  Um Flexibilität auf der einen, Wiederverwendung auf der anderen Seite zu verbinden, benötigen wir Konzepte für gekapselte Funktionsbausteine entlang standardisierter Maschinenmodule, die in unterschiedlichsten Architekturen der Funktionsverteilung in der sich auflösenden, starren Automationspyramide hin zu vernetzten, selbstorganisierten Prozesse eingesetzt werden können. Intelligente Antriebe spielen dabei an der Schnittstelle der traditionellen PLC zur Aktorebene traditionell eine zentrale Rolle, die mit neuen Konzepten weiter ausgebaut werden kann.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Wie die Effizienz des Engineering-Prozesses erhöht wird.
  • Wie neue Konzepte die Rolle intelligenter Antriebe an der Schnittstelle der PLC zur Aktorebene untermauern.
  • Wie gekapselte Funktionsbausteine Flexibilität und Wiederverwendung verbinden.
Referent: Frank Maier  | Lenze

Seit Oktober 2009 ist Dipl.-Ing. Frank Maier Mitglied des Vorstands der Lenze SE. Der 56-jährige ist seit 2005 beim Spezialisten für Motion Centric Automation und war zuletzt Geschäftsführer der Lenze Automation GmbH. Im Vorstand verantwortet er u.a. die Bereiche Forschung & Entwicklung, Innovation und Prozesse. Frank Maier studierte Elektrotechnik an der Universität Stuttgart. Er begann seine berufliche Laufbahn 1989 als Entwicklungsingenieur bei Hewlett Packard. Bei HP und ab 1999 im HP Spin-off Agilent Technologies war er in verschiedenen Geschäftsbereichen und Positionen in Deutschland und in den USA tätig. Neben seiner Tätigkeit bei Lenze ist er als Vorstand der Forschungsvereinigung der Antriebstechnik e.V. aktiv. Frank Maier ist verheiratet und hat eine Tochter.

16:25 Uhr: Intelligente Auslegungsstrategien für Antriebsstränge durch intuitive Softwarelösungen und smarte Produkte mehr
WITTENSTEIN alpha ist seit Jahrzehnten ein kompetenter Partner für Unternehmen, deren Aufgabe die Entwicklung, Konstruktion, und Herstellung von Maschinen zur Fabrik- und Prozessautomation ist. Die Getriebe und Systemlösungen kommen dabei in unterschiedlichsten Applikationen zum Einsatz: Von hochpräzisen Antriebsachsen in Werkzeugmaschinen bis Verpackungsanlagen, wo ein Maximum an Dynamik und Präzision erforderlich ist.

Die Auslegung und Optimierung des gesamten Antriebsstrangs stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor bei der Entwicklung und Konstruktion heutiger Produktionsmaschinen dar. Perfekt aufeinander abgestimmte Antriebskomponenten wie Ritzel-Zahnstange, Getriebe und Motor sorgen für eine hohe Produktivität und Sicherheit während des Betriebs und senken die Gesamtkosten des Betreibers.

Mit der Engineering-Software cymex® 5 bietet WITTENSTEIN alpha ein in der Basisversion frei verfügbares Produkt zur Auslegung und Optimierung gesamter Antriebsstränge. Durch Definition der vorherrschenden Bewegungen und Lasten der Maschine können perfekt aufeinander abgestimmte Komponenten ausgewählt und berechnet werden.

Anhand eines praktischen Beispiels wird gezeigt, wie der Antriebsstrang einer bestehenden Prototyp-Maschine mithilfe des Optimierungsrechners in cymex® 5 analysiert und hinsichtlich der Gesamtkosten optimiert werden kann. 


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Herausforderungen bei der Auswahl und Auslegung von Antriebkomponenten und wie diese gemeistert werden können
  • Optimierung eines Antriebsstrangs anhand eines Beispiels
  • Ausblick hinsichtlich Zustandsüberwachung durch smarte Produkte
Referent: Timo Markert | WITTENSTEIN alpha GmbH

2011 - 2014: B.Eng. Wirtschaftsingenieurwesen an der DHBW Mosbach
2015 - heute: Produktmanager Software, WITTENSTEIN alpha GmbH

16:55 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause
17:25 Uhr
Abschluss-Keynote:
Die Maschine 4.0
Referent: Prof. Dr.-Ing. Matthias Putz | Fraunhofer IWU (angefragt)
17:55 Uhr
Veranstaltungsende

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