Programm

Diese vier Praxisforen stehen zur Auswahl:

  • Forum I & III: Digitales Engineering
  • Forum II: Entwicklungsmethoden
  • Forum IV: Smarte Maschinenkonzepte

Dienstag, 21. Mai 2019

08:30 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Fachausstellung
09:00 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer
09:05 Uhr
Keynote
Einsatz von KI in Maschinen und Anlagen für die Lebensmittelindustrie mehr
Der Begriff Künstliche Intelligenz beschreibt Systeme, welche das Ziel haben, menschenähnliches Entscheidungsverhalten nachzubilden. Im Vortrag wird vorgestellt, welche mittel- und langfristigen Wertschöpfungssteigerungen sich die Krones AG von der Einführung von Künstlicher Intelligenz in ihren Produktionsanlagen verspricht. Es wird anschließend exemplarisch auf industrietypische Herausforderungen wie die Datenerfassung, Datenqualität und Integration in bestehende Automatisierungsarchitekturen eingegangen. Abschließend wird besprochen, welche konstruktiven Veränderungen für diese zukünftigen intelligenten Produktionsanlagen notwendig sind, um eine wachsende Stückzahl davon weltweit verteilt fertigen zu können.
Referent: Dr. Patrick Glauner | Krones AG

Dr. Patrick Glauner ist Innovationsmanager für Künstliche Intelligenz bei der Krones AG. Zuvor promovierte er an der Universität Luxemburg über die Erkennung von Elektrizitätsdiebstahl durch Maschinelles Lernen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Er ist zudem Lehrbeauftragter für Künstliche Intelligenz an der Hochschule Karlsruhe. Zuvor war er beruflich bei der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) und an der Université du Québec à Montréal tätig. Er studierte Informatik am Imperial College London und an der Hochschule Karlsruhe und hat zusätzlich einen Abschluss als Master of Business Administration. Er ist Alumnus der Studienstiftung des deutschen Volkes.

09:45 Uhr
Alles spricht von Digitalisierung, aber wer soll es bitte machen? mehr
Der digitale Wandel beschäftigt uns im Maschinenbau - wie viele andere Branchen auch - intensiv. Der daraus resultierende Bedarf an IT- Ressourcen übersteigt schon heute das Angebot bei weitem. Bitcom spricht von 85.000 fehlenden Fachkräften. Die Lücke ist mittlerweile so groß, dass es illusorisch ist zu glauben, sie über Bildungspolitik oder Migration allein schließen zu können. Im Maschinenbau benötigen wir parallel einen Quantensprung bei der Produktivitätssteigerung im Software-Entwicklungsprozess. Der größte Hebel ist die „Wiederverwendung“ - durch Modularisierung der eigenen Software und Zukauf von Software Modulen. Das erfordert entsprechende Kompetenz und führt zu „Partnerschaft 4.0“.
Referent: Dipl.-Ing. Frank-Andreas Maier  | Lenze SE

Seit Oktober 2009 ist Dipl.-Ing. Frank Maier Mitglied des Vorstands der Lenze SE. Der 57-jährige ist seit 2005 beim Spezialisten für Motion Centric Automation und war zuletzt Geschäftsführer der Lenze Automation GmbH. Im Vorstand verantwortet er u.a. die Bereiche Forschung & Entwicklung, Innovation und Prozesse.

Frank Maier studierte Elektrotechnik an der Universität Stuttgart. Er begann seine berufliche Laufbahn 1989 als Entwicklungsingenieur bei Hewlett Packard. Bei HP und ab 1999 im HP Spin-off Agilent Technologies war er in verschiedenen Geschäftsbereichen und Positionen in Deutschland und in den USA tätig. Neben seiner Tätigkeit bei Lenze ist er als Vorstand der Forschungsvereinigung der Antriebstechnik e.V. aktiv. Frank Maier ist verheiratet und hat eine Tochter.

10:15 Uhr
Vortrag Premium-Sponsor
10:45 Uhr
Spotlight-Session
11:00 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause

Forum I: Digitales Engineering

11:30 Uhr

11:30 - Künstliche Intelligenz im Produktentstehungsprozess

Referent: N. N.
12:00 - Breiter Einsatz von Simulation schon schon in der Konzeptphase

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Simulationen sind ein wichtiger Bestandteil im Produktentstehungsprozess, denn durch sie lassen sich vor allem viel Zeit und Kosten sparen. Eine neue Generation an Simulationstools geht einen Schritt weiter und bringt die Simulation schon in die frühe Konzeptphase. Eingesetzt wird sie nicht vom Experten, sondern vom kompletten Projektteam. Es geht nicht um Detailauslegung und Validierung, sondern um das blitzschnelle Ausprobieren von Ideen und den Vergleich von Varianten. Expertenwissen ist dafür nicht notwendig, die Ergebnisse, was sich durch eine Geometrieänderung physikalisch in und um ein Bauteil tut, werden sofort angezeigt. Endress + Hauser hat die Technologie im Rahmen einer Initiative zur „Demokratisierung der Simulation“ bereits eingeführt. Dieser Beitrag skizziert die Technologie und zeigt unter anderem einige reale Beispiele von Endress + Hauser.
Referent: Lucas Ziegler | Cadfem GmbH

seit 2016 Berechnungsingenieur bei CADFEM Master Studium: Applied Computational Mechanics

12:30 - Neue Lösungsansätze für die Entwicklung durch generatives Design, additive Fertigung und Real-Time Simulation

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Additive Fertigungsverfahren ermöglichen neue innovative Produktdesigns. Mittels Topologie-Optimierung kann das Design eines Bauteils auf dessen spätere Funktion ausgelegt werden. Mit dem generativen Design-Ansatz erfolgt die Auslegung über einen breiteren Ansatz. Hier werden mit unterschiedlichen Randbedingungen mehrere Design-Varianten parallel verfolgt und mittels Simulation in real time validiert. Weitere Anforderungskriterien wie Herstellungsverfahren, Kosten usw. helfen bei der Entscheidung für die beste Variante.
Referent: Beat Fretz | PTC Germany GmbH

Beat Fretz, Maschineningenieur HTL ist seit 1995 bei der Firma PTC in Unterschleißheim tätig. Seine Funktion umfasst die Präsentation von PTC Lösungen (CAD, CAM, PLM, Internet of Things, Augmented Reality), sowie die Beratung bei der Entwicklung und Optimierung von PLM Lösungen und Prozessketten von der Entwicklung in die Produktion.

Forum II: Entwicklungsmethoden

11:30 Uhr

11:30 - Systems Engineering - Das "Toyota-Produktionssystem" für die Entwicklung

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Systems Engineering - kein alter Schuh! Vielmehr herrscht bei vielen Experten Konsens: Nur mit Systems Engineering (SE) kann die Digitalisierung gelingen. Als deutsche Vertretung von INCOSE fördert die GfSE die Anwendung und Weiterentwicklung und bringt mit ihren Kompetenzträgern und Mitgliedern das Thema stark voran. Anhand von zwei Studien zum Thema SE und vielen Industrieprojekten werden im Beitrag nicht nur Einblicke in ein Thema gegeben, das die Entwicklung zusammenschweißen kann, wie Lean und Co es mit der Produktion geschafft haben, sondern auch Good Practices und Fails diskutiert.
Referent: Dr. Christian Tschirner | Gesellschaft für Systems Engineering e.V.

Dr.-Ing. Christian Tschirner ist Geschäftsführer der Two Pillars GmbH und Vice President der GfSE e.V. - German Chapter of INCOSE. Er studierte an der RWTH Aachen und der Tsinghua University, Beijing. Anschließend war er Abteilungsleiter am Fraunhofer IEM im Bereich Systems Engineering inkl. nebenberuflicher Promotion am Heinz Nixdorf Institut bei Professor Dr. Jürgen Gausemeier. In zahlreichen Industrieprojekten im Bereich Model-Based Systems Engineering (MBSE) wurde immer wieder die Frage aufgeworfen: „Wie kann man MBSE handhabbar in Unternehmen integrieren?“ Im April 2018 gründete er die Two Pillars GmbH, die eine nutzerfreundliche und skalierbare Softwarelösung für Systems Engineering anbietet und genau diese Frage löst. Mit der GfSE treibt er das Thema Systems Engineering ehrenamtlich als gemeinnützige Organisation voran.

12:00 - Die Vorteile der Einführung eines MBSE-Ansatzes für Konstruktion und Entwicklung

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Heutige Entwicklungsprozesse von Maschinen sind komplex und werden von einer Vielzahl unterschiedlicher Abteilungen in einem Unternehmen begleitet. Die jeweiligen Abteilungen arbeiten häufig aus ihrem Schaffensbereich heraus an einem gemeinsamen Projekt, wodurch die Notwendigkeit einer Datendurchgängigkeit und aktiven Kommunikation bestehen. Zur gleichen Zeit können sich Marktanforderungen schnell ändern, worauf eine Maschinenentwicklung nur mit Flexibilität und kürzeren Entwicklungszyklen reagieren kann. Dieser steigenden Komplexität und geforderten höheren Flexibilität der Maschinenentwicklung kann durch die Einführung einer MBSE-Struktur (Model-Based Systems Engineering) im Unternehmen begegnet werden. Dieser Beitrag diskutiert das Aufwand-Nutzen-Verhältnis und beleuchtet die notwendigen Implementierungsschritte bei der Einführung einer MBSE-Struktur. Schlussendlich werden die Auswirkungen einer funktionierenden MBSE-Struktur auf die tägliche Arbeit der Entwicklungsabteilungen dargestellt.

Referent: Nico Krückeberg | ESI GmbH

Ausbildung/Studium
2014: Abschluss, Maschinenbau, TU Dresden (Dipl.-Ing.)

Beruflicher Werdegang
2014 - 2015: Berechnungsingenieur Techno-Engineering GmbH
2015 - 2016: Projektingenieur BSC Sachsen Consult GmbH

Derzeitige Tätigkeit
Seit 2016: Account Manager ESI GmbH in Dresden

12:30 - Vorteile von integrierten Entwicklungsumgebungen für die Entwicklung mechatronischer Baugruppen am Beispiel von PCB-Designs

Referent: Norbert Löhr | Solidworks
13:00 Uhr
Kommunikations- und Mittagspause

Forum III: Digitales Engineering

14:00 Uhr

14:00 - Digitale durchgängige Entwicklung mit Advanced Systems Engineering: Chancen und Herausforderungen für die Produktentwicklung der Zukunft.

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Durchgängigkeit, Virtualisierung und Transparenz sind Kern-Aspekte der Entwicklung der Zukunft. Die Methoden des Systems Engineering machen die immer komplexer werdenden Systeme beherrschbar und ermöglichen eine erfolgreiche Orchestrierung interdisziplinärer Teams in der Produktentwicklung. Advanced Systems Engineering ( ASE ) deckt den gesamten Lebenszyklus von der Produktentwicklung über die Produktion bis zum Betrieb ab. Im Vortrag werden die resultierenden Chancen am Beispiel eines Messedemonstrators dargestellt. Darüber hinaus wird anhand typischer Herausforderungen bei der Einführung aufgezeigt, welche Fragen neben den technischen Details zu klären sind.
Referent: Matthias Knoke | Miele & Cie. KG

Dipl.- Ing. Maschinenbau
Leiter des Zentralbereichs Virtuelle Produktentwicklung bei Miele&Cie.KG.
Seit 1987 im Unternehmen verantwortlich für verschiedene Entwicklungsbereiche entlang des gesamten Produktentstehungsprozesses.

14:30 - Der Digitale Zwilling erobert den Maschinenbau

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Die heutigen Anforderungen im Maschinenbau nach flexiblen- und kundenorientierten Maschinen ist höher denn je. Die neuen Maschinenkonzepte werden komplexer und der hohe Grad an Automatisierung kann nur durch neue Lösungen die alle Disziplinen: Mechanik, Elektrik, Elektronik und Software berücksichtigen, erfolgreich umgesetzt werden. Auch der internationale Wettbewerb lässt keine längeren Entwicklungs- und Inbetriebnahme-Zeiten zu. Als Lösungsansatz bieten wir von Siemens ein umfassendes Software Portfolio an , um einen umfassenden Digitalen Zwilling im Maschinenbau über die gesamte Wertschöpfungskette, von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum Betrieb abzubilden. Hier kann jedes Unternehmen, flexibel seine Vorstellung des Digitalen Zwillings Konzeptes umsetzen und daraus die Basis für neue Geschäftsmodelle.
Referent: Dipl.-Ing. Peter Scheller | Siemens Industry Software GmbH

Peter Scheller is Marketing Director NX and responsible for the digital product development in Germany.
NX is a Siemens software portfolio for product engineering, offering an innovative solution platform for all kind of different industries from product development to validation and simulation.
After university he gained experience in the automotive industry and its suppliers. Between 1999-2002 he worked as a senior applications engineer at the offices Rüsselsheim and Langen.
From 2002 – 2007 he lead the local presales team in Langen with focus on CAD (tooling and molding) as well as data management in relation to engineering.From 2007 - 2012 he served as NX architect for the development of new methods of presentation along the PLM process chain in a central pre-sales team. In addition to that he was also responsible for parts of major CAD/CAE/PDM benchmark projects in the industry.

Referent: N. N. | N.N.
15:00 - Die Vorteile digitaler Methoden im Produktlebenszyklus: Ein Überblick aus der Praxis mehr
Der Einsatz digitalen Engineerings bietet wesentliche Vorteile über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg, von der Auslegung über die Inbetriebnahme bis in den Betrieb.
Im Rahmen dieses Vortrags wird ein Überblick über Methoden gegeben, die bereits heute bei Bosch Rexroth in der täglichen Praxis eingesetzt werden.
Grundlage dieser Methoden sind hauptsächlich Simulationsmodelle, bei denen die Maschinendynamik im Vordergrund steht. Entlang der Phasen des Produktlebenszyklus werden unterschiedliche Einsatzbereiche modellbasierter Methoden aufgezeigt, beispielsweise der Einsatz intelligenter Konfiguratoren oder Hardware-in-the-Loop Simulationen für die Durchführung einer virtuellen Inbetriebnahme. Durch die Verwendung offener Standards wird eine größtmögliche Kompatibilität mit am Markt eingesetzten Tools sichergestellt.
Referent: Rüdiger Kampfmann | Bosch Rexroth AG

2010 - 2015 Studium der Mathematik an der TU München und der Universität Lund

2015 - 2018 Industriepromotion bei der Bosch Rexroth AG in Kooperation mit Lehrstuhl für Mechatronik, Universität Duisburg-Essen

Seit 2018 Applikationsingenieur Simulation in der Abteilung Virtual Engineering, Bosch Rexroth AG

Forum IV: Smarte Maschinenkonzepte

14:00 Uhr

14:00 - Der Antrieb 4.0 und seine Bedeutung für die Konstruktion smarter Maschinen

Referent: Martin Hankel | Bosch Rexroth AG, ZVEI
14:30 - Digitalisierung im Maschinenbau –
Strategien und praktische Lösungen

Referent: Laurid Bergjohann | item Industrietechnik GmbH
15:00 - Modulare Konzepte für smarte Maschinen vom Feld bis in die Cloud

Referent: N. N.
15:30 Uhr
Kommunikations- und Kaffeepause
16:00 Uhr
Was ist der digitale Zwilling - ein Überblick mehr
Zum Thema Digitaler Zwilling überschlagen sich derzeit die Schlagzeilen. Der Blick dahinter zeigt die unterschiedlichen Konzepte und Vorstellungen, was der digitale Zwilling ist. Für Unternehmen steigt bei der Vielfalt der Möglichkeiten die Unsicherheit und die Einstiegshürde in das Themenfeld. In einem Überblick wird die Reichweite der Anwendungsmöglichkeiten digitaler Abbilder gezeigt. Die dahinterliegenden Konzepte und die daraus abgeleiteten Grundfragen werden diskutiert. Abschließend wird dargestellt, welche Rolle Systems Engineering dabei spielt.
Referent: Dr.-Ing. Lydia Kaiser | Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM, Paderborn

Dr.-Ing. Lydia Kaiser studierte Physik an der Universität Paderborn. Anschließend promovierte sie 2013 unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gausemeier im Themenfeld Model-Based Systems Engineering. Frau Kaiser war drei Jahre wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Produktentstehung am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn. Seit 2012 ist sie Mitarbeiterin am Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM. Im Bereich Produktentstehung von Prof. Dr.-Ing. Roman Dumitrescu leitet Frau Dr.-Ing. Kaiser zusammen mit Herrn Dr.-Ing. Anacker die Abteilung Systems Engineering.

16:30 Uhr
Vorstellung der Ergebnisse der Tafeln
16:45 Uhr
Ingenieure und Ingenieurinnen für Industrie 4.0 mehr
Industrie 4.0 verändert den Maschinen- und Anlagenbau grundlegend. Aber nicht nur Produktionsprozesse wandeln sich, sondern auch die Anforderungen der Unternehmen an die Kompetenzprofile ihrer Ingenieurinnen und Ingenieure. Die Studie „Ingenieurinnen und Ingenieure für Industrie 4.0“ der IMPULS-Stiftung des VDMA fragt deshalb, welche Fähigkeiten und Kompetenzen für die Umsetzung von Industrie 4.0 in den Unternehmen notwendig sind. Die Studie erstellt erstmals ein „Soll-Profil Ingenieurinnen und Ingenieure 4.0“, das auf den Anforderungen der Maschinenbau-Industrie basiert. Sie wirft aber auch einen Blick in die Hochschulen: wie ist der Stand der Ingenieurausbildung hinsichtlich Industrie 4.0 an den Hochschulen heute?
Referent: Dr. Franziska Schmid | VDMA

Referentin für Bildungspolitik, VDMA

17:15 Uhr
Ende der Veranstaltung

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